Eine Standardarbeitsanweisung, oft auch als SOP bezeichnet, ist eine schriftliche Anweisung im Qualitätsmanagement einer Apotheke. Diese schriftlichen Standardarbeitsanweisungen müssen vorhanden sein, bevor eine Apotheke ihre erste venöse Blutentnahme durchführt.
Eine Standardarbeitsanweisung ist eine schriftliche Vorgabe, die regelt, wie eine bestimmte Aufgabe in einer Apotheke abläuft. Häufig wird dafür auch die englische Abkürzung SOP verwendet. Diese Anweisungen sind Teil des Qualitätsmanagements, das durch die Apothekenbetriebsordnung vorgeschrieben ist.
Für die Blutabnahme deckt ein vollständiges Set den gesamten Termin ab:
Die Frist zu diesem Thema wird oft falsch verstanden. Der 1. September 2026 gilt für die Bundesapothekerkammer, die bis dahin eine Orientierungshilfe bereitstellen muss, während einzelne Apotheken kein eigenes festes Datum haben. Was eine Apotheke stattdessen braucht, sind eigene schriftliche Standardarbeitsanweisungen vor der ersten venösen Blutentnahme – ganz egal, wann diese stattfindet.
Das Datum im September als Startschuss für Apotheken zu missverstehen, bremst einen Service aus, der bereits seit dem 2. Juli 2026 erlaubt ist. Es als persönliche Deadline zu sehen, sorgt für unbegründete Panik in puncto ApoVWG.
Besonders viel Sorgfalt verlangt die Präanalytik, da hier das meiste Risiko für Probenverluste liegt. Das Handbuch des empfangenden Labors ist hierbei die beste Quelle für diesen Teil des Dokuments.
Neben den Standardarbeitsanweisungen sollte die Mappe auch die Bestätigung der ärztlichen Schulung jedes Apothekers enthalten, da die Aufsichtsbehörde bei einer Prüfung beides sehen möchte.
Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.