Ein Point-of-Care-Test ist ein Schnelltest, der direkt vor Ort durchgeführt wird und dessen Ergebnis sofort vorliegt. Er eignet sich für Screening und Erstbeurteilung, erreicht jedoch nicht den Messbereich oder die Genauigkeit einer akkreditierten Laboranalyse.
Ein Point-of-Care-Test, oft mit POCT abgekürzt, ist ein Test, der nicht im Labor, sondern direkt vor Ort durchgeführt wird und innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis liefert. In einer Apotheke bedeutet das meistens eine Kapillarblutentnahme, entweder aus der Fingerspitze oder mithilfe eines Geräts am Oberarm.
Der Kompromiss ist real und es lohnt sich, ihn den Kunden klar und deutlich zu erklären. Ein Point-of-Care-Test ist schnell, bequem und erfordert keine Laborlogistik. Er ist in der Regel qualitativ oder semiquantitativ, deckt ein engeres Spektrum an Markern ab und seine Genauigkeit hängt vom Gerät und von der Handhabung ab. Eine akkreditierte Laboranalyse deckt ein weitaus breiteres Spektrum an Markern mit höherer Genauigkeit ab und dauert länger, da die Probe transportiert werden muss.
Die venöse Blutentnahme, die das ApoVWG nun erlaubt, fällt in die zweite Kategorie. Sie ist kein Ersatz für Point-of-Care-Tests, sondern eine Ergänzung, und die beiden beantworten unterschiedliche Fragen.
So oder so ist der Grenzwert derselbe. Ein einzelner Messwert ist keine Diagnose, Referenzbereiche sind Sache des Labor, und auffällige Ergebnisse gehören zum Arzt. Eine Apotheke, die beides als apothekenübliche Dienstleistung anbietet, sollte das klar sagen.
Dieser Glossareintrag enthält allgemeine Informationen zum deutschen Apothekenrecht und zur Apothekenpraxis. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich bitte an deine Landesapothekerkammer.