Die Preisangabenverordnung verlangt, dass Verbrauchern angezeigte Preise vollständig und unmissverständlich sind. Für eine Apothekenleistung bedeutet das einen Gesamtpreis inklusive Steuern, der genannt wird, bevor sich der Kunde entscheidet, und dort angezeigt wird, wo die Leistung angeboten wird.
Die Preisangabenverordnung ist die deutsche Regelung zur Preisangabe, und ihre Logik ist einfach. Ein Preis für Verbraucher muss der Endpreis sein, er muss klar verständlich sein und vor der Kaufentscheidung feststehen. Alles, was zum Preis dazugehört, muss in diesen Betrag einfließen und darf nicht extra aufgeführt werden.
Für eine Apotheke, die eher eine Dienstleistung als ein Produkt aus dem Regal anbietet, ergeben sich daraus drei wichtige Pflichten:
Ein Betrag, der erst an der Kasse steigt, weil etwas separat genannt wurde, ist genau das, was diese Regel verhindern soll.
Die meisten bestehenden Leitfäden wurden mit Blick auf Medikamente und Waren verfasst, weshalb Preiskennzeichnung, Grundpreise und Regalauszeichnung im Detail geregelt sind, während Dienstleistungen weniger Beachtung finden. Eine Apotheke mit Serviceangeboten kann nur denselben Grundsatz anwenden: einen Gesamtpreis pro Service, klar und im Voraus genannt, direkt am Ort des Angebots. Gibt es verschiedene Varianten eines Services, trägt jede Variante ihren eigenen Gesamtpreis statt einer Preisspanne mit dem günstigsten Einstiegspreis in großer Schrift.
Zwei benachbarte Regeln gehören hierher: Unter der Privatliquidation legt die Apotheke ihren Preis selbst fest, weshalb die Angabe streng geregelt ist. Der im Voraus genannte Betrag muss genau dem Betrag entsprechen, der später auf der Rechnung an den Selbstzahler steht. Wie das Angebot formuliert wird, im Gegensatz zur reinen Preisangabe, ist getrennt im Heilmittelwerbegesetz geregelt.
Ob die Gesamtsumme die Mehrwertsteuer enthält und wie hoch der Steuersatz ist, hängt von der Leistung ab. Kläre das am besten mit deinem Steuerberater, bevor der erste Preis gedruckt wird, denn der angezeigte Betrag und die Rechnung müssen übereinstimmen. Das betrifft vor allem Leistungen aus dem Bereich der apothekenüblichen Dienstleistung.
Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.