Rollen und Ausbildung

Persönliche Schutzausrüstung

In einem Satz

Persönliche Schutzausrüstung ist die Schutzausrüstung, die eine Apotheke für eine Blutabnahme bereitstellt, hauptsächlich Einweghandschuhe, einen speziellen Kittel und Händedesinfektionsmittel. Der Arbeitgeber stellt sie zur Verfügung, bezahlt sie und muss sicherstellen, dass sie auch tatsächlich getragen wird.

Persönliche Schutzausrüstung, meistens PSA abgekürzt, ist die Ausrüstung zwischen der Person, die Blut abnimmt, und dem Blut selbst. Für eine Apotheke ist die Liste kurz und unspektakulär:

  • Einweg-Untersuchungshandschuhe werden in den Größen benötigt, die das Team tatsächlich trägt.
  • Ein Kittel oder Mantel wird ausschließlich für diese Tätigkeit aufbewahrt.
  • Händedesinfektionsmittel gehört in Reichweite des Stuhls.
  • Ein durchstichsicherer Behälter nimmt die benutzte Kanüle auf.
  • Augenschutz gehört eher in die Gefährdungsbeurteilung als auf das Routine-Tablett, da in einer Apotheke selten etwas spritzt.

Die Ausrüstung ist Pflicht des Arbeitgebers, nicht des Angestellten. Das Arbeitsschutzgesetz verlangt, dass der Arbeitgeber geeignete Schutzausrüstung auswählt, bereitstellt und die Kosten trägt, und diese Kosten dürfen niemals an das Personal weitergegeben werden. Die Biostoffverordnung nähert sich derselben Pflicht von der anderen Seite, da Blut als biologischer Arbeitsstoff gilt und die Apotheke eine schriftliche Gefährdungsbeurteilung und eine daraus folgende Betriebsanweisung schuldet.

Das Material zu stellen ist nur die halbe Miete. Der Arbeitgeber muss das Team außerdem vor der ersten Blutabnahme und danach in regelmäßigen Abständen unterweisen und anschließend die Nutzung durchsetzen – was in der Praxis bedeutet, zu bemerken, wenn an einem hektischen Nachmittag Handschuhe weggelassen werden, und das anzusprechen.

Handschuhe sind der Teil, bei dem am häufigsten Fehler passieren. Für jeden Kunden wird ein frisches Paar angezogen und vor jeder anderen Tätigkeit in der Apotheke wieder ausgezogen – einschließlich Kasse, Telefon und Schubladengriffe. Handschuhe werden nicht desinfiziert und wiederverwendet, und sie ersetzen nicht die Händedesinfektion, die vor dem Anziehen und nach dem Ausziehen stattfindet. Diese Abfolge ist der Kern der Hygiene bei der Blutabnahme, und sie funktioniert im echten Arbeitsalltag nur, wenn die Materialien dort liegen, wo die Hand sie erwartet.

Die Einheit, die vorgehalten werden muss, ist daher der Arbeitsplatz und nicht der Raum. Alles, was für eine Blutabnahme benötigt wird, wird bereitgelegt, bevor der Kunde auf dem Stuhl Platz nimmt – einschließlich der Röhrchen in der Reihenfolge, in der sie gefüllt werden. Der Abwurfbehälter ist nah genug, sodass die benutzte Kanüle nicht durch den Raum getragen wird. Das Aufsetzen der Schutzkappe ist der klassische Weg zu einer Nadelstichverletzung, und eine Sicherheitskanüle schützt nur dann jemanden, wenn der Mechanismus sofort ausgelöst wird. Eine venöse Blutabnahme bringt mehr Kontakt mit Blut mit sich als eine kapillare, daher spielen der Kittel und der Entsorgungsweg dort eine größere Rolle, auch wenn sich die Handschuhregel selbst durch die Methode nicht ändert.

Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.

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