Ein Kanülenabwurfbehälter ist ein durchstich- und bruchsicherer Behälter, in den gebrauchte Kanülen und Lanzetten unmittelbar nach dem Gebrauch entsorgt werden. Er steht an der Blutentnahmestation, wird bei Erreichen der Fülllinie verschlossen und versiegelt zur Entsorgung gebracht.
Ein Kanülenabwurfbehälter ist der Behälter, in den gebrauchte Kanülen, Lanzetten und andere scharfe Gegenstände geworfen werden, sobald sie ihren Zweck erfüllt haben. Er ist durchstichsicher und bruchsicher, lässt sich nicht auskippen, schließt dicht und ist mit einer Kennzeichnung versehen, die den Inhalt identifiziert. Die Öffnung ist so geformt, dass ein Gegenstand mit einer Hand hineingeworfen, aber nicht wieder herausgeholt werden kann. Die Größe richtet sich nach dem Einsatzzweck: Ein kleiner Behälter eignet sich für Lanzetten am Schalter, während eine venöse Blutentnahme mit Halter und Kanüle eine breitere Öffnung und mehr Fassungsvermögen erfordert.
Die Position entscheidet darüber, ob der Behälter überhaupt funktioniert. Er gehört in Reichweite des Sitzes, auf eine stabile Unterlage in Arbeitshöhe, damit der scharfe Gegenstand niemals quer durch den Raum transportiert wird oder auf einem Tablett liegt. Der Behälter wird zum Einsatzort gebracht, anstatt die gebrauchte Kanüle zum Behälter zu tragen. Er steht nicht auf dem Boden neben dem Stuhl und wird nicht dort abgestellt, wo ein Kunde oder ein Kind hineingreifen könnte. In einem Sprechzimmer, das auch für andere Zwecke genutzt wird, wird er zwischen den Terminen weggeräumt und nicht einfach stehen gelassen.
Die Füllmenge ist begrenzt, und diese Grenze ist auf dem Behälter aufgedruckt. Er wird nur bis zur markierten Linie befüllt, der Inhalt wird niemals nach unten gedrückt, um Platz zu schaffen, und nichts darf aus der Öffnung herausragen. Viele Modelle verfügen über einen provisorischen Verschluss für die Zeit zwischen den Entnahmen, der auch genutzt wird, sowie über einen festen Verschluss, der mit einem Klicken einrastet. Sobald die Linie erreicht ist, wird der feste Verschluss eingerastet, und damit ist die Lebensdauer des Behälters beendet.
Ab diesem Zeitpunkt ist die Regel einfach und kennt keine Ausnahmen. Der Behälter wird nie wieder geöffnet, nie geleert und es wird nichts daraus aussortiert. Er wird versiegelt entsorgt – über den Weg, den der Abfallentsorger der Apotheke für scharfe Gegenstände vorgibt – und bis zur Abholung sicher gelagert. Das ist die Vorgabe in TRBA 250 und die einzige Maßnahme, die den größten Teil des Risikos einer Nadelstichverletzung beseitigt. Alles andere in „Hygiene bei der Blutentnahme“ geht davon aus, dass der scharfe Gegenstand den Ort sofort verlassen hat und nie wieder zurückgekommen ist.
Dieser Glossareintrag enthält allgemeine Informationen zum deutschen Apothekenrecht und zur Apothekenpraxis. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich bitte an deine Landesapothekerkammer.