Trockenblut (im Englischen dried blood spot) ist Kapillarblut, das auf einer Filterkarte getrocknet wird. Es kann ohne Kühlkette per normaler Post verschickt werden und ermöglicht eine etwas kleinere Auswahl an Analysen als eine flüssige Probe.
Trockenblut (in der Fachliteratur meist als dried blood spot oder DBS bezeichnet) ist keine Untersuchungsmethode, sondern eine Art der Probenahme. Dabei wird eine kleine Menge Kapillarblut auf eine definierte Filterkarte gegeben, getrocknet und ins Labor geschickt.
Der große Vorteil ist die Logistik: Eine getrocknete Karte ist bei Raumtemperatur stabil und kann ganz normal verschickt werden. Das komplizierte Zeitfenster für den Kurier, das flüssige Proben brauchen, fällt weg – und genau das ist meist der kniffligste Teil bei der Probenlogistik. Außerdem ist die Probenahme so auch außerhalb der Apotheke möglich, da du die Karte ganz einfach zu Hause ausfüllen kannst.
Die Grenzen sind genauso klar und lassen sich auf drei Punkte reduzieren:
Letzteres ist besonders wichtig, wenn du ein neues Ergebnis mit einem älteren Bericht vergleichst. Auch die Qualität der Karte spielt eine Rolle. Zu kleine, überlappende, schichtweise aufgetragene oder falsch getrocknete Tropfen werden abgelehnt – und das ist etwas, das du zu Hause am wenigsten vorhersehen kannst.
Für eine Apotheke ist Trockenblut eine dritte Option neben den beiden naheliegenden:
Ob eine bestimmte Analyse überhaupt als Trockenblut angeboten wird, entscheidet das akkreditierte Labor, da die Methode zum Akkreditierungsumfang gehören muss.
Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.