Medikationsmanagement ist die fortlaufende Form der Medikationsanalyse, da die Überprüfung regelmäßig wiederholt wird und die Person über längere Zeit begleitet statt nur einmalig betrachtet wird. Erst dadurch lässt sich ein zweiter Messwert mit dem ersten vergleichen.
Medikationsmanagement ist die fortlaufende Form der Medikationsanalyse, da dieselbe strukturierte Prüfung von Wechselwirkungen, Doppelverordnungen, Dosierungen und der Einnahmetreue wiederholt stattfindet und die Apotheke die Person auch zwischen den Terminen im Blick behält.
Eine einzelne Medikationsanalyse beschreibt die Medikamente an einem bestimmten Tag, während das Medikationsmanagement die Entwicklung darstellt. So sieht die Apotheke auch, was passiert ist, nachdem der letzte Bericht in der Praxis angekommen ist.
Die beiden Begriffe werden ständig verwechselt, und genau diese Verwirrung führt dazu, dass Menschen danach suchen. Das eine ist eine in sich geschlossene Episode mit Anfang und Ende, das andere eine langfristige Begleitung mit festen Wiedervorlageterminen.
Der Inhalt der einzelnen Überprüfung ist im Grunde derselbe, allerdings werden die Erkenntnisse von einem Termin zum nächsten übernommen. Eine offene Frage aus dem Frühjahr kann im Herbst wieder aufgegriffen werden, und es fällt jemandem auf, wenn ein neues Rezept von einem anderen Arzt zur bestehenden Liste hinzukommt.
Kontinuität macht einen Messwert erst wirklich nützlich, denn eine einzelne Zahl ist ein isolierter Punkt und sagt wenig aus, es sei denn, sie liegt weit außerhalb eines Referenzbereichs. Ein später unter vergleichbaren Bedingungen genommener zweiter Wert kann mit dem ersten verglichen werden, und die Veränderung dazwischen ist oft aussagekräftiger als jeder Wert für sich allein.
Dieser Vergleich ist noch keine klinische Auswertung durch die Apotheke, denn der Wert ist lediglich ein Baustein, den der Apotheker einsehen und dokumentieren kann. Die Entscheidung über die Therapie verbleibt jedoch beim behandelnden Arzt.
Die fortlaufende Form stellt höhere Anforderungen an die Apotheke als ein einmaliger Check. Dafür müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein:
Eine wiederkehrende Überprüfung, die nie beim verordnenden Arzt ankommt, produziert nur Papierkram statt echter Ergebnisse.
Es eignet sich besonders für Menschen mit Polymedikation und solche, deren Medikamente sich häufig ändern. Vom Apothekentresen aus ist dies der konkreteste Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit, weil es der einzige Teil des Prozesses ist, der die gesamte Liste mehr als einmal unter die Lupe nimmt.
Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.