Das Medikationsmanagement ist die fortlaufende Form der Medikamentenüberprüfung. Die Beurteilung wird wiederholt, und die Person wird über einen längeren Zeitraum hinweg begleitet, anstatt nur einmal untersucht zu werden – so kann ein zweiter Messwert mit dem ersten verglichen werden.
Das Medikationsmanagement ist die fortlaufende Form der Medikamentenüberprüfung. Es findet dieselbe strukturierte Überprüfung von Wechselwirkungen, Doppelverschreibungen, Dosierungen und der Therapietreue statt, allerdings wiederholt, und der Patient bleibt auch zwischen den Terminen im Blick. Eine einzelne Medikationsanalyse beschreibt die Medikation, wie sie an einem bestimmten Tag aussah. Das Medikationsmanagement beschreibt sie im Verlauf, was bedeutet, dass die Apotheke auch sieht, was seit dem letzten Bericht an die Praxis passiert ist.
Die beiden Begriffe werden ständig verwechselt, und genau diese Verwirrung ist der Grund, warum die Leute nach dem einen oder dem anderen suchen. Das eine ist ein Vorgang mit einem Anfang und einem Ende. Das andere ist ein Prozess mit festgelegten Überprüfungsterminen. Der Inhalt der einzelnen Überprüfungen ist im Großen und Ganzen derselbe; was sich ändert, ist, dass die Ergebnisse übernommen werden, dass eine offene Frage aus dem Frühjahr im Herbst wieder aufgegriffen werden kann und dass jemand bemerkt, wenn ein neues Rezept von einem neuen verschreibenden Arzt ganz oben auf der bestehenden Liste landet.
Kontinuität ist auch das, was einen Messwert nützlich macht. Eine einzelne Zahl ist ein isolierter Punkt und sagt wenig aus, es sei denn, sie liegt weit außerhalb eines Referenzbereichs. Ein zweiter Wert, der später unter vergleichbaren Bedingungen gemessen wird, kann mit dem ersten verglichen werden, und die Entwicklung ist oft aussagekräftiger als jede der beiden Zahlen für sich genommen. Dieser Vergleich ist jedoch noch keine klinische Beurteilung, die in der Apotheke vorgenommen wird. Der Wert ist eine Information, die der Apotheker sehen und festhalten kann, und die Entscheidung über die Therapie liegt weiterhin beim verschreibenden Arzt.
Praktisch gesehen stellt die fortlaufende Überprüfung höhere Anforderungen an die Apotheke als eine einmalige Überprüfung. Es braucht eine Dokumentation, die der nächste Kollege übernehmen kann, festgelegte Intervalle, eine namentlich benannte Person, die für den Fall verantwortlich ist, und einen direkten Draht zur Praxis – denn eine wiederkehrende Überprüfung, die nie den verschreibenden Arzt erreicht, bringt eher Papierkram als Ergebnisse. Das eignet sich besonders für Menschen mit Polymedikation und solche, deren Medikation sich oft ändert. Aus Sicht der Apotheke ist dies der konkreteste Beitrag, den sie zur Arzneimitteltherapiesicherheit leisten kann, denn es ist der einzige Teil des Prozesses, bei dem die gesamte Medikamentenliste mehr als einmal überprüft wird.
Dieser Glossareintrag enthält allgemeine Informationen zum deutschen Apothekenrecht und zur Apothekenpraxis. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich bitte an deine Landesapothekerkammer.