Die Eigenkapitalquote ist das Eigenkapital als Anteil der Bilanzsumme. Sie zeigt, wie viel von dem, was die Apotheke nutzt, ihr selbst gehört und nicht einer Bank oder einem Lieferanten. Kreditgeber nutzen diesen Wert, um zu sehen, wie viel Verlust das Geschäft verkraften kann, bevor es für Gläubiger kritisch wird.
Die Eigenkapitalquote ist das Eigenkapital als Anteil der Bilanzsumme. Das Eigenkapital ist das, was übrig bleibt, wenn man alle Schulden von den Werten abzieht. Die Quote zeigt also, wie viel von dem, womit die Apotheke arbeitet, ihr selbst gehört und nicht einer Bank oder einem Lieferanten. Kreditgeber sehen daran, wie viel Verlust das Unternehmen abfedern kann, bevor die Gläubiger betroffen sind.
In einer Apotheke hängt dieser Wert stark davon ab, wie das Geschäft übernommen wurde. Eine von einem Vorgänger übernommene Apotheke wurde bezahlt, meistens mit Fremdkapital. Der Kredit steht ab dem ersten Tag in der Bilanz, während vieles von dem, was gekauft wurde, gar nicht als Vermögenswert auftaucht. Die Quote ist deshalb nach einer Übernahme jahrelang niedrig und steigt erst langsam, wenn Schulden getilgt und Gewinne einbehalten werden.
Eine Apotheke, die vererbt oder über Jahrzehnte aufgebaut wurde, steht ganz anders da. Die beiden anhand dieser Kennzahl zu vergleichen, sagt mehr über ihre Geschichte als darüber, wie sie geführt werden.
Es gibt keinen einzelnen perfekten Wert, da die Quote von mehreren Dingen gleichzeitig abhängt:
Zudem ist es nur eine Momentaufnahme am Bilanzstichtag und keine Beschreibung des gesamten Jahres.
Ein Betriebsvergleich gibt ein Gefühl dafür, wie eine Apotheke im Vergleich zu anderen dasteht. Die Treuhand Hannover vergleicht 2026 in ihrem Betriebsvergleich rund 3.500 Apotheken. Die Spanne innerhalb einer Vergleichsgruppe ist jedoch so groß, dass eine einzige Zielzahl mehr verwirrt als hilft.
Ein Kreditgeber betrachtet die Kennzahl immer im Zusammenhang mit der Fähigkeit, Kredite zu bedienen. Eine niedrige Quote bei einem stabilen Betriebsergebnis und einer nachgewiesenen Kapitaldienstfähigkeit ist etwas anderes als eine niedrige Quote bei sinkenden Zahlen. Die Liquiditätsplanung zeigt meistens, welcher Fall vorliegt.
Die Quote zu verbessern braucht Zeit, da dies durch einbehaltene Gewinne, geringere Privatentnahmen oder frisches Geld geschieht – und sich davon in einem Quartal nicht viel ändert.
Wie das Eigenkapital in der Bilanz dargestellt wird und welche Buchhaltung gilt, hängt von der Rechtsform und der Situation der Apotheke ab. Das gehört in die Hände deines Steuerberaters.
Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.