Ein Atemtest misst einen bestimmten Stoff in der Ausatemluft, meist nachdem du eine Testsubstanz geschluckt hast. Er erfordert keine Blutprobe. Ob das Ergebnis am Ende aussagekräftig ist, hängt vor allem von der richtigen Vorbereitung ab.
Ein Atemtest misst einen Stoff in deiner Ausatemluft. Du nimmst eine definierte Testsubstanz ein, dein Körper verarbeitet sie und in festgelegten Abständen wird Atemluft gesammelt, um die Veränderung zu messen. Das Geniale an der Methode: Es ist keine Blutprobe nötig. Genau das lässt die Anwendung oft simpler wirken, als sie ist.
So einfach ist es allerdings nicht, denn die Vorbereitung entscheidet darüber, ob das Ergebnis überhaupt aussagekräftig ist. Das sind die üblichen Anforderungen vor einem Atemtest:
Wenn auch nur einer dieser Punkte übersehen wird, liefert die Messung zwar Zahlen, aber diese Zahlen bedeuten gar nichts. Das macht die Nüchternheit zu einer Grundvoraussetzung des Tests und nicht zu einem unwichtigen Detail, weshalb das Beratungsgespräch vor dem Termin die eigentliche Arbeit ist.
Die Anweisungen werden nicht von der Apotheke frei erfunden, denn jede Testsubstanz und jedes Messsystem bringt ein eigenes Zeitfenster für die Vorbereitung mit. Der Wortlaut stammt daher direkt vom Labor oder vom Teststeller und wird zitiert, statt ihn aus dem Gedächtnis zusammenzufassen.
Wenn etwas für den Kunden kürzer gefasst werden muss, befolge diese drei Schritte der Reihe nach:
Ein Kunde, der gefrühstückt erscheint, hat diese Information meist nur einmal mündlich eine Woche zuvor erhalten.
Neben der Vorbereitung spielen zwei organisatorische Punkte eine Rolle. Ein Atemtest beansprucht einen Raum und eine Arbeitskraft für einen längeren Zeitraum. Er benötigt daher einen ruhigen Ort, der die Anforderungen an einen Beratungsraum erfüllt. Außerdem wird eine schriftliche Standardarbeitsanweisung für die zeitlichen Abstände, die Kennzeichnung und den Umgang mit unvorbereiteten Kunden benötigt.
Der zweite Punkt betrifft die Frage, ob ein bestimmter Atemtest überhaupt angeboten werden darf und unter welcher Kategorie. Das ist eine Frage zum Rahmen einer apothekenüblichen Dienstleistung, die geklärt sein muss, bevor der Service beworben wird, und nicht erst danach.
Das Ergebnis ändert nichts an der gewohnten Grenze, denn ein Atemtest misst einen Körperprozess und stellt keine Diagnose. Der Befund geht exakt wie ein Laborwert an einen Arzt, und die Apotheke erklärt das Vorgehen statt des Ergebnisses.
Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.