Ein Abstrich sammelt Material von einer Körperoberfläche, meistens dem Rachen oder der Nase, mit einem Tupfer. Ob die Probe brauchbar ist, entscheidet sich fast ausschließlich daran, wie sie abgenommen wird und wie schnell sie das Labor erreicht.
Ein Abstrich sieht nach der einfachsten Probenahme aus, die es gibt – und genau deshalb geht dabei so viel schief. Drei Handgriffe entscheiden darüber, ob das entnommene Material überhaupt verwendbar ist, und alle drei gehören zur Präanalytik und nicht zur eigentlichen Analyse:
Die Grenzen dessen, was eine Apotheke mit einem Abstrich tun darf, lassen sich klar benennen:
Auch der Abstrich muss wie jede andere Probe gekennzeichnet und weitergeleitet werden. Das Röhrchen wird direkt bei der Entnahme beschriftet und nicht erst später am Tisch. Danach gilt dieselbe Probenlogistik wie für ein Blutröhrchen: gleicher Transport, gleiche Temperaturvorgaben und lückenlose Dokumentation darüber, wer die Probe wann verpackt hat. Ein Abstrich ohne lesbares Etikett wird wie gar keine Probe behandelt, und das Labor lehnt ihn zu Recht ab.
Eine einfache Gewohnheit verhindert die meiste Verschwendung: Lies das vom Labor vorgegebene Transportfenster, bevor du den Termin anbietest, und nicht erst nach der Probenahme. Die letzte Abholung des Tages ist für diesen Service der eigentliche Feierabend. Verpasst eine Probe den Kurier, bedeutet das einen neuen Termin und Erklärungsbedarf statt eines verzögerten Ergebnisses.
Dieser Glossaressorteil dient als allgemeine Information zum deutschen Apothekenrecht und zur Praxisführung. Er stellt keine Rechtsberatung dar. Für verbindliche Auskünfte zu deiner eigenen Apotheke wende dich an deine Landesapothekerkammer.