Ein großes Blutbild ist eine Blutuntersuchung, bei der deine Blutzellen gezählt und beschrieben werden: rote Blutkörperchen, Blutplättchen und alle fünf Arten von weißen Blutkörperchen. Es umfasst etwa 18 Werte – und sonst nichts.
Das große Blutbild ist eine der häufigsten Blutuntersuchungen in Deutschland. Eigentlich handelt es sich dabei um zwei Untersuchungen in einer. Beim kleinen Blutbild werden deine roten Blutkörperchen, deine Blutplättchen und deine weißen Blutkörperchen als Gesamtzahl ermittelt. Beim Differentialblutbild werden die weißen Blutkörperchen dann in ihre fünf Typen unterteilt. Zusammen ergeben sie das große Blutbild.
Bei dem Test dreht sich alles um Blutzellen. Ärzte nutzen ihn, um unter anderem nach Infektionen und Anämie zu suchen. Das heißt auch, dass der Name irreführend ist. Der Test klingt nach einer umfassenden Gesundheitsuntersuchung, enthält aber keine Werte zu Cholesterin, Blutzucker, Vitaminen, Eisenspeichern, Hormonen oder Organwerten. Dafür sind zusätzliche Tests nötig, auch wenn die Proben aus demselben Labor stammen können: Blutabnahme.
Wenn ein Arzt aus medizinischen Gründen ein großes Blutbild anordnet, übernimmt deine Krankenkasse die Kosten. Wenn du es einfach so ohne Beschwerden machen lassen willst, handelt es sich in der Regel um eine IGeL-Leistung und kostet etwa 25 bis 40 Euro.
Die Werte werden vom Labor mit Referenzbereichen angegeben, und es kommt häufig vor, dass ein Wert leicht außerhalb eines Bereichs liegt – das allein hat in der Regel kaum Bedeutung. Ein Arzt wertet das Gesamtbild aus, nicht nur eine einzelne Zahl.
Dieser Glossareintrag enthält allgemeine Informationen und stellt keine medizinische Beratung dar. Er dient nicht dazu, eine Erkrankung zu diagnostizieren, zu behandeln oder auszuschließen. Besprich deine individuellen Ergebnisse mit einem Arzt, der deine Krankengeschichte kennt.
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