Das Differentialblutbild ist der Teil einer Blutuntersuchung, bei dem deine weißen Blutkörperchen in ihre fünf Typen unterteilt werden: Neutrophile, Lymphozyten, Monozyten, Eosinophile und Basophile. Anhand des Verhältnisses zwischen diesen Typen kann ein Arzt eine bakterielle Infektion von einer viralen Infektion oder einer Allergie unterscheiden.
Deine weißen Blutkörperchen gehören nicht alle zu einem einzigen Zelltyp. Es gibt fünf verschiedene Typen, und jeder hat seine eigene Aufgabe in deinem Immunsystem. Das Differentialblutbild ist der Test, bei dem jeder Typ einzeln gezählt wird.
Neutrophile sind die größte Gruppe und bilden die erste Abwehr gegen Bakterien. Lymphozyten erkennen Keime und bilden Antikörper, daher steigt ihre Zahl bei Virusinfektionen oft an. Monozyten sind die „Aufräumtruppe“, die Ablagerungen beseitigt. Eosinophile reagieren auf Allergien und Parasiten. Basophile sind die kleinste Gruppe und spielen bei allergischen Reaktionen eine Rolle.
Anhand der Muster bei diesen fünf Typen kann ein Arzt verschiedene Situationen voneinander unterscheiden. Schon eine erhöhte Gesamtzahl der weißen Blutkörperchen deutet darauf hin, dass etwas nicht stimmt. Das Differentialblutbild hilft oft dabei, genauer einzugrenzen, um was es sich handelt – zum Beispiel eher um eine bakterielle Infektion als um eine Allergie.
Das Differentialblutbild wird selten für sich allein angeordnet. Es ist in der Regel der zweite Teil des großen Blutbilds und ergänzt das kleine Blutbild. Wie bei allen Blutwerten sind einzelne kleine Abweichungen vom Referenzbereich häufig und werden vom Arzt im Gesamtkontext beurteilt.
Dieser Glossareintrag enthält allgemeine Informationen und stellt keine medizinische Beratung dar. Er dient nicht dazu, eine Erkrankung zu diagnostizieren, zu behandeln oder auszuschließen. Besprich deine individuellen Ergebnisse mit einem Arzt, der deine Krankengeschichte kennt.
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