Ein Tumormarker, der auf kleinzelligen Lungenkrebs und neuroendokrine Tumoren hinweisen kann.
Neuronenspezifische Enolase, oder NSE, ist ein Enzym, das hauptsächlich in Nervenzellen und in bestimmten hormonproduzierenden (neuroendokrinen) Zellen vorkommt. Kleine Mengen davon zirkulieren im Blut.
Es wird als Tumormarker für Krebserkrankungen verwendet, die aus diesen Zelltypen entstehen, und findet auch Anwendung in einigen neurologischen Bereichen.
NSE wird hauptsächlich zur Überwachung von Personen mit diagnostiziertem kleinzelligem Lungenkrebs oder Neuroblastom eingesetzt, zusammen mit bildgebenden Verfahren. Es ist kein Screening-Test für gesunde Menschen.
Da NSE in roten Blutkörperchen vorhanden ist, kann selbst ein leichter Zellabbau in der Probe das Ergebnis künstlich erhöhen. Ein hoher oder steigender Wert muss immer von einem Arzt im Kontext interpretiert werden.
Aniva vergleicht deine Ergebnisse mit wissenschaftlich fundierten Referenzbereichen, nicht nur mit den breiten Normalbereichen des Labors. Die unten gezeigte Referenz ist spezifisch für diesen Biomarker.
Die Bereiche dienen nur zur Orientierung. NSE ist ein Marker mit einem oberen Grenzwert.
| Gruppe | Üblicher oberer Richtwert (SI) |
|---|---|
| Erwachsene | bis etwa 16,3 µg/L (ng/mL) |
Der genaue Grenzwert hängt vom Testverfahren ab. Angepasst an die deutsche Laborpraxis (DGKL).
Hämolyse, bei der rote Blutkörperchen in der Probe zerfallen, erhöht NSE fälschlicherweise, daher ist eine schnelle Bearbeitung wichtig. Einige gutartige neurologische Erkrankungen können ihn ebenfalls erhöhen. Ergebnisse aus verschiedenen Tests sind nicht austauschbar.
Bei Lungenkrebs wird er manchmal zusammen mit Cyfra 21-1 und ProGRP gelesen und immer mit bildgebenden Verfahren und der klinischen Vorgeschichte.
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