Das Verhältnis von freiem zu gesamtem PSA, das hilft, gutartige von bösartigen Prostataerkrankungen zu unterscheiden.
Das freie-zu-gesamte-PSA-Verhältnis ist ein berechneter Wert und kein eigener Bluttest. Dabei wird freies PSA durch den Gesamtwert geteilt und als Prozentsatz angezeigt.
Es dient dazu, bei einem grenzwertigen Gesamt-PSA mehr Details zu liefern. Das Verhältnis hilft einzuschätzen, ob ein erhöhter PSA-Wert eher von einer gutartigen Prostatavergrößerung stammt oder etwas ist, das genauer untersucht werden sollte.
Dieses Verhältnis ist am nützlichsten, wenn das Gesamt-PSA in der Grauzone liegt, oft bei 4 bis 10 µg/L, und die Prostatauntersuchung unauffällig ist. Ein höherer Prozentsatz an freiem PSA spricht eher für eine gutartige Ursache wie BPH. Ein niedrigerer Prozentsatz erhöht die Wahrscheinlichkeit von Prostatakrebs.
Das Verhältnis ist ein Wahrscheinlichkeitstool, keine Diagnose. Dein Arzt nutzt es zusammen mit deinem Alter, dem PSA-Verlauf und der Untersuchung, um zu entscheiden, ob weitere Schritte wie Bildgebung oder Biopsie sinnvoll sind.
Aniva bewertet dein Ergebnis anhand wissenschaftlich fundierter Bereiche und nicht nur nach dem breiten Laborstandard. Der unten angezeigte Referenzbereich gilt speziell für diesen Biomarker.
Referenzwerte für Erwachsene, wie sie von Aniva verwendet werden. Die Bereiche dienen als Orientierung und können je nach Labor und Methode variieren.
| Gruppe | Normalbereich |
|---|---|
| Männer | Über 0,25 |
Quellen: Michigan MLabs PSA gesamt/frei
Dein Aniva-Bericht vergleicht dein Ergebnis mit diesen Werten und berücksichtigt dabei dein Alter, dein Geschlecht und die übrigen Werte deines Testpanels.
Da das Verhältnis von beiden PSA-Messungen abhängt, kann alles, was das PSA beeinflusst – wie kürzlicher Samenerguss, Radfahren, eine Prostatauntersuchung, Infektionen oder 5-Alpha-Reduktase-Hemmer –, es verfälschen. Eine verzögerte Probenverarbeitung senkt das freie PSA und verzerrt das Verhältnis. Unterschiedliche Tests liefern unterschiedliche Grenzwerte.
Wird zusammen mit dem Gesamt-PSA, dem freien PSA und einer klinischen Prostatauntersuchung gelesen.
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