Alpha-Fetoprotein, ausgedrückt als Vielfaches des Medians, verwendet im Screening.
Alpha-Fetoprotein in MoM (Vielfache des Medians) ist eine Methode, um das mütterliche Serum-AFP während der Schwangerschaft anzugeben. Statt eines Rohwerts wird das Ergebnis als Abstand zum Median für diese Schwangerschaftswoche angezeigt.
Dadurch sind die Ergebnisse über die verschiedenen Schwangerschaftswochen hinweg vergleichbar. Es wird beim pränatalen Screening verwendet und nicht als Tumor-Standardmarker bei Erwachsenen.
AFP MoM ist Teil des Screenings im zweiten Trimester. Damit wird die Wahrscheinlichkeit für bestimmte Auffälligkeiten in der Schwangerschaft abgeschätzt, wie etwa Neuralrohrdefekte und Chromosomenbesonderheiten. Der Wert wird mit anderen Markern und dem Schwangerschaftsalter kombiniert.
Das Ergebnis ist eine Wahrscheinlichkeitsanpassung und keine Diagnose. Ein höherer oder niedrigerer MoM-Wert verschiebt das geschätzte Risiko und kann zu weiteren Tests wie einem detaillierten Ultraschall führen. Die Auswertung erfolgt immer durch einen Arzt im Rahmen des gesamten Screening-Ergebnisses.
Aniva bewertet dein Ergebnis anhand wissenschaftlich fundierter Bereiche und nicht nur nach dem breiten Laborstandard. Der unten angezeigte Referenzbereich gilt speziell für diesen Biomarker.
AFP MoM ist ein Index und kein fester Grenzwert. Ein Wert nahe 1,0 MoM entspricht dem Median für das jeweilige Schwangerschaftsalter.
| Messwert | Hinweis |
|---|---|
| AFP MoM | 1,0 = der Median für diese Schwangerschaftswoche; die Werte werden im Gesamtergebnis des Screenings interpretiert |
Grenzwerte hängen vom Screening-Programm und Labor ab. Abgestimmt auf die deutsche Laborpraxis (DGKL).
Das Ergebnis hängt stark von der genauen Datierung der Schwangerschaft ab, weshalb Fehler beim Termin den MoM-Wert verfälschen. Mehrlingsschwangerschaften, das Gewicht der Mutter, Diabetes und die ethnische Zugehörigkeit beeinflussen die Auswertung und werden herausgerechnet. Es handelt sich um ein reines Screening-Tool und nicht um eine Diagnose.
Wird zusammen mit hCG, unkonjugiertem Estriol, Inhibin A und dem Schwangerschaftsalter als kombiniertes Screening-Ergebnis ausgewertet.
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