Ein Tumormarker, der mit Leber- und Keimzelltumoren in Verbindung gebracht wird.
Alpha-Fetoprotein (AFP) ist ein Protein, das vor der Geburt hauptsächlich von der Leber und dem Dottersack produziert wird. Bei Erwachsenen bleiben nur geringe Mengen im Blut zurück.
Als Tumormarker wird AFP gemessen, um bestimmte Leber- und Keimzellerkrankungen zu überwachen. Es spielt auch eine eigene Rolle beim Schwangerschaftscreening, was jedoch anders ausgewertet wird.
Als Tumormarker wird AFP hauptsächlich eingesetzt, um Menschen mit Leberkrebs (hepatozellulärem Karzinom) oder bestimmten Hoden- und Eierstockkeimzelltumoren zu überwachen – zusammen mit bildgebenden Verfahren und anderen Tests. Es ist kein allgemeines Krebsscreening für gesunde Erwachsene.
Ein leicht erhöhter AFP-Wert ist oft gutartig und kann von einer Leberentzündung wie Hepatitis oder einer Schwangerschaft herrühren. Ein hoher oder ansteigender Wert muss von einer Ärztin oder einem Arzt im Kontext interpretiert werden.
Aniva bewertet dein Ergebnis anhand wissenschaftlich fundierter Bereiche und nicht nur nach dem breiten Laborstandard. Der unten angezeigte Referenzbereich gilt speziell für diesen Biomarker.
Referenzwerte für Erwachsene, wie sie von Aniva verwendet werden. Die Bereiche dienen als Orientierung und können je nach Labor und Methode variieren.
| Gruppe | Normalbereich |
|---|---|
| Erwachsene | Unter 9 µg/L |
Quellen: ARUP AFP-Tumormarker
Dein Aniva-Bericht vergleicht dein Ergebnis mit diesen Werten und berücksichtigt dabei dein Alter, dein Geschlecht und die übrigen Werte deines Testpanels.
Eine Schwangerschaft erhöht AFP, daher wird das Ergebnis dann anders interpretiert. Auch Leberentzündungen wie Hepatitis oder Zirrhose können es erhöhen. Ergebnisse verschiedener Testmethoden sind nicht vergleichbar, verfolge daher Trends mit derselben Methode.
Wird oft zusammen mit Leberwerten und, je nach Situation, beta-hCG bei Keimzellerkrankungen gelesen.
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