Für Partner und Einkäufer

LIMS

In einem Satz

Ein LIMS (Laborinformations- und Managementsystem) ist die Software, mit der ein Labor Proben erfasst, deren Analyseverlauf verfolgt und die Ergebnisse freigibt. Es bestimmt, welche Informationen ein Diagnostikanbieter dir über eine Probe geben kann und wie schnell.

LIMS steht für „Laboratory Information Management System“ – das ist die Software, die ein Labor nutzt, um eine Probe zu erfassen, festzuhalten, welches Analysegerät sie gemessen hat, die Referenzbereiche anzuwenden und den Bericht freizugeben. Jede Probe erhält bei der Erfassung eine Kennung, und das System protokolliert, wer sie wann bearbeitet hat.

Für einen Käufer ist das Laborsystem wichtig, weil es die Quelle für jeden Status ist, den dein Produkt anzeigen kann. Wenn es nur erfasst, dass eine Probe eingegangen ist und dass ein Bericht vorliegt, kann dein Support-Team zwischen diesen beiden Zeitpunkten kaum etwas mitteilen. Wenn es den Eingang, den Beginn der Analyse und die Freigabe des Berichts erfasst, kann dein Produkt dem wartenden Kunden jeden einzelnen Schritt anzeigen.

Man bindet sich selten direkt in ein Laborsystem ein, da der Anbieter eine eigene Schnittstelle davor schaltet. Diese Schnittstelle ist der Teil, den du vor Vertragsunterzeichnung testen kannst – frag also während der Evaluierungsphase nach einem Sandbox-Zugang.

  • Frag nach, welche Probenstatus das Laborsystem erfasst und was die einzelnen Status bedeuten.
  • Frag nach, wie dein System über eine Statusänderung informiert wird – per Webhook, per API-Aufruf oder per Datei.
  • Frag nach, was passiert, wenn eine Probe unbrauchbar ist, und wie dir der Grund dafür mitgeteilt wird.
  • Frag nach, ob das Labor, der Lieferant und dein Produkt dieselbe Probenkennung verwenden.

In diesem Glossar beschreibt „Webhook“, wie dein System über eine Statusänderung informiert wird, während „Befund“ das Ergebnisdokument selbst bezeichnet und „Time-to-Result“ den Zeitraum zwischen der Probenentnahme und einem fertigen Befund umfasst.

Dieser Glosserieneintrag dient der allgemeinen Information und ist keine medizinische Beratung. Er ist nicht dazu gedacht, Krankheiten zu diagnostizieren, zu behandeln oder auszuschließen. Besprich deine Ergebnisse am besten mit einem Arzt, der deine Geschichte kennt.

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