Ein Hormon, das zeigt, wie viele Eizellen noch da sind und wie es um deine Fruchtbarkeit steht.
Das Anti-Müller-Hormon, kurz AMH, wird von den kleinen, sich entwickelnden Follikeln in den Eierstöcken einer Frau gebildet. Der Wert spiegelt die noch vorhandene Eizellreserve wider, auch ovarielle Reserve genannt. Männer bilden AMH in den Hoden, wo es eine andere Funktion hat.
Bei Frauen ist AMH ein wichtiger Wert, um zu sehen, wie viele Eizellen noch da sind. Der Wert bleibt über den Zyklus hinweg ziemlich stabil, daher kann er an jedem Tag gemessen werden. Er hilft auch vorherzusagen, wie die Eierstöcke auf eine Fruchtbarkeitsbehandlung reagieren könnten.
AMH sinkt mit dem Alter und erreicht kurz vor der Menopause sehr niedrige Werte. Ein hoher AMH-Wert ist häufig beim polyzystischen Ovarialsyndrom. AMH zeigt die Menge der Eizellen an, nicht deren Qualität. Allein kann er nicht bestätigen oder ausschließen, ob du auf natürlichem Weg schwanger werden kannst.
Aniva vergleicht deine Ergebnisse mit wissenschaftlich fundierten Referenzbereichen, nicht nur mit den breiten Normalbereichen des Labors. Die unten gezeigte Referenz ist spezifisch für diesen Biomarker.
Bei Frauen ist der Wert stark altersabhängig und nimmt mit der Zeit ab. Er dient nur als Orientierung und ist vom Testverfahren abhängig. Die Referenzbereiche können je nach Labor variieren.
| Gruppe | Typischer Bereich |
|---|---|
| Frauen im gebärfähigen Alter | ~1,0 bis 6,8 ug/L (etwa 7 bis 49 pmol/L) |
| Frauen, geringe Reserve | unter ~1,0 ug/L |
| Frauen, kurz vor der Menopause | sehr niedrig bis nicht nachweisbar |
Quelle: LOINC 38476-8. Verwende immer altersgerechte Referenzbereiche. Gleiche die Werte mit dem Referenzbereich deines eigenen Labors ab.
Dein Ergebnis, im Vergleich zu deinem Alter, gibt dir einen Eindruck deiner ovariellen Reserve. Es unterstützt die Planung rund um Fruchtbarkeit und Familienplanung und hilft, die Reaktion auf Behandlungen wie IVF vorherzusehen.
Hormonelle Verhütung kann den AMH-Wert leicht senken. Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Testverfahren, daher sind die Werte zwischen verschiedenen Laboren nicht direkt vergleichbar. AMH spiegelt die Eizellenmenge wider, nicht die Qualität, und sagt eine natürliche Empfängnis allein nicht voraus.
Am besten zusammen mit FSH, Estradiol und, im Ultraschall, der Antralfollikelzahl sowie deinem Alter lesen.
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