Cortisol ist ein Stresshormon, das von deiner Nebennierenrinde produziert wird. Es hat einen Tagesrhythmus (am höchsten morgens, am niedrigsten um Mitternacht) und wird im Blut, im spätabendlichen Speichel oder im 24-Stunden-Urin gemessen, um zu sehen, ob du zu viel oder zu wenig Cortisol hast. (MedlinePlus)
Cortisol ist ein Steroidhormon, das von deinen Nebennieren produziert wird. Es wird oft als das wichtigste Stresshormon bezeichnet, weil es ansteigt, wenn dein Körper auf Druck reagieren muss. Aber es kann noch viel mehr.
Es hilft, den Blutzucker, den Blutdruck, den Stoffwechsel und den Schlaf-Wach-Rhythmus zu steuern. Die Werte folgen einem Tagesmuster: Sie sind am frühen Morgen am höchsten und um Mitternacht am niedrigsten.
Cortisol hilft dir zu erkennen, ob deine Stressreaktion und deine Nebennieren normal funktionieren. Dauerhaft hohe Werte können auf Cushing-Syndrom, chronischen Stress oder bestimmte Medikamente hinweisen und können mit Gewichtszunahme, hohem Blutdruck und schlechtem Schlaf einhergehen.
Niedriges Cortisol kann auf eine Nebenniereninsuffizienz (Addison-Krankheit) oder ein Problem mit der Hirnanhangsdrüse hinweisen und kann Müdigkeit, niedrigen Blutdruck und Gewichtsverlust verursachen. Da sich der Cortisolspiegel im Laufe des Tages ändert, ist der Zeitpunkt der Blutabnahme sehr wichtig.
Aniva vergleicht deine Ergebnisse mit wissenschaftlich fundierten Referenzbereichen, nicht nur mit den breiten Normalbereichen des Labors. Die unten gezeigte Referenz ist spezifisch für diesen Biomarker.
| Wann | Referenzbereich für Erwachsene (Serum) (SI) |
| Morgens, 7 bis 9 Uhr | ~140 bis 690 nmol/L |
| Nachmittags, gegen 16 Uhr | ~80 bis 330 nmol/L |
| Später Abend (Tiefpunkt) | oft unter 140 nmol/L |
Diese Referenzbereiche sind nur Richtwerte und hängen stark von der Tageszeit und der verwendeten Messmethode ab. Vergleiche dein Ergebnis immer mit dem Referenzbereich deines eigenen Labors, wie es die DGKL empfiehlt.
Die Tageszeit spielt eine große Rolle, deshalb sind Blutabnahmen am Morgen Standard. Stress, akute Krankheiten, Schwangerschaft und östrogenhaltige Pillen können die Werte erhöhen, weil sie das Bindungsprotein steigern. Steroidmedikamente (auch als Inhalator oder Salbe) können die Ergebnisse verfälschen. Schichtarbeit und schlechter Schlaf können das Tagesmuster ebenfalls beeinflussen.
Oft wird der Wert zusammen mit ACTH interpretiert, und bei Müdigkeit oder Stoffwechselproblemen auch mit TSH und Glukose.
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